Religionen auf dem Weg

Lust beflügelt spirituelle Entdecker und vor allem Entdeckerinnen. Mag sein, dass viele Menschen noch Leiden am Untergang früherer Kirchenbilder und Frömmigkeitsformen, doch gibt es immer mehr Menschen, die mit Freude neue religiöse Ausdrucksweisen entdecken im bald unübersichtlichen Dschungel der Religionen und Spiritualitäten.

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Christlicher Glaube findet in unserer Welt statt

Der Sozialethiker Thomas Wallimann-Sasaki hat für das Fastenopfer ein Argumentarium zur Konzernverantwortungsinitiative und damit auch zum Verhältnis von Kirche und Politik erarbeitet. Als Nidwaldner Landrat und Theologe kennt er sich sowohl in Politik als auch Kirche aus. Aus aktuellem Anlass steht die Konzernverantwortungsinitiative im Zentrum des Interviews, geführt von Adrian Müller.

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Lernen – loslassen – beten

Interview mit Michel Bollag im Ite 2015/4

Sehr geehrter Herr Bollag, viele Menschen sprechen heute von Spiritualität. Als Kapuziner kenne ich Unterschiede zwischen franziskanischer und ignatianischer Spiritualität. Hat der Begriff «Spiritualität» im Judentum eine besondere Bedeutung?

Ein jüdischer Denker hat im 20. Jahrhundert gesagt, dass Spiritualität nicht der Weg sei, aber sie kann durchaus ein Ziel sein. Man kann spirituell werden, aber die Spiritualität ist kein Ziel für den Gläubigen. Spiritualität ist nicht die Aufgabe eines jeden Juden, aber etwas für jüdische Menschen, die religiös musikalisch sind.

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Errungene Versöhnung

Pfarreiforum 07/15, S. 12

Müde und mit grossem Druck im Bauch schleppt sich Jakob durch die Wüste. Er ist auf dem Weg zu seinem Bruder Esau und hat ein schlechtes Gewissen. Obwohl mit sich selber beschäftigt, kann er die Verantwortung für seine Frauen und Kinder sowie die Tiere nicht abgeben. Er ist und bleibt gefordert.

Die bevorstehende Begegnung mit seinem Bruder Esau löst bei Jakob keine Vorfreude, sondern vor allem ein schlechtes Gewissen aus. Hat er dem älteren Bruder doch durch Täuschung des eigenen Vaters das Erstgeburtsrecht sowie den Segen geklaut. Jakob musste nach dieser Tat fliehen und in der Fremde leben.

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Vagabunden retten den Süden

In modernen Gesellschaften beschleunigt sich das Leben und die Mobilität steigert sich stetig. Einige Menschen sind mit Lust, andere mit Frust im Rucksack unterwegs. Touristen sind willkommen und werden umworben. Anders ist es mit den Arbeitssuchenden aus dem Ausland. Reiche Länder möchten diese wirtschaftlichen Flüchtlinge – sofern sie nicht eigene Löcher stopfen – schnellstens wieder loswerden.

Die Schweiz ist mit Strassen zugepflastert. Die Strassendichte pro 100km2 der Gesamtfläche beträgt in der Schweiz 173km, in Afrika 6,8km, in Lateinamerika 12km und in Asien 18km. Diese Strassendichte hat Nach- und scheinbar vor allem Vorteile. Mobilität gilt als Motor für die Entwicklung, schreibt Gabriela Neuhaus im DEZA-Magazin. Mobilität fördert den Austausch, aber auch die Abhängigkeit zwischen armen und reichen Nationen.

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Es peitschen die Wogen des Lebens

Menschsein fordert uns heute ganzheitlich heraus. Soziologen betrachten postmodernes Glaubensleben als eine Pilgerschaft und manche Theologen sprechen von Patchworkreligiosität. Der heutige Mensch muss sich seinen Glauben vermehrt selber basteln. Viele Christen leben ihre Sehnsucht nach Spiritualität nicht mehr ortsgebunden in Pfarreien, sondern unterwegs und zu speziellen Zeiten. Die Gottesbeziehung muss stets neu gefunden werden. Manche führt die Suche ins Kloster, einmal oder wiederholt.

Einer Festung gleich liegt das Kapuzinerkloster von Rapperswil oben am Zürichsee. Auf drei Seiten werden die Mauern von der Uferpromenade und Wasser abgegrenzt. Im Rücken liegt der Lindenhügel mit dem Schloss. Vorne, an der Seeseite, bei der Schanz wurden früher die zürcherischen Kriegsschiffe abgewehrt, ja im See versenkt.

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Das DU erahnen

Artikel in der Zeitschrift „Dialog“

KNAPP hat es mir noch zum morgendlichen Kaffee gereicht. Brüder,  Schwestern und Gäste sind in angeregte morgendliche Diskussionen vertieft. Mir wird ein freundlicher Blick zugeworfen, aber wenig gesagt. Alle wissen: Es ist noch nicht seine Stunde. Schon etwas wacher geht es nach dem geschlürften Kaffee in den Gebetsraum. Lied, Psalm und Bibeltext lassen mich ankommen, ein Musikstück hilft, in innere Schwingung zu geraten, und dann geht es in die wohltuende Stille, Meditation genannt. Einige langsame und tiefe Atemzüge helfen, in die Wahrnehmung der Gegenwart zu gelangen. Ja, ich bin da. Jetzt lege ich los, innere Welten dürfen sich öffnen.

Hier geht es zum PDF der Zeitschrift.

Ist Franz von Assisi gescheitert?

Franziskuskalender 2016, S. 68-69

Er wollte die Kreuzfahrer auf friedliche Wege führen und dem Sultan der feindlichen Muslime den christlichen Glauben nahebringen. Seine Brüder sollten für immer in radikaler Armut leben. Mit diesen Zielen drang Franziskus nicht durch.

Ist Franz von Assisi der grosse Verlierer in der Weltgeschichte? Hat er mit seinen Vorstellungen von Jesusnachfolge und Weltpolitik versagt?  Gerne träumt man davon, dass Franziskus mit seinen damaligen Taten mehr Erfolg gehabt hätte.

Zum Artikel als PDF.

Hühner-Rechte

Ite 2015/01

Ein Veganer isst weder Huhn noch Ei. Ein Vegetarier isst das Ei, nicht aber das Fleisch. Und andere Menschen geniessen beides, sowohl ein leckeres Ruhrei wie auch einen goldigen Huhnerschenkel. In naher Zukunft wird es keine einheitliche Huhnerrechte geben. Doch ist mehr und mehr festzustellen, dass den Tieren ein angemessener Lebensraum zugestanden wird. Die hier fotografierten Huhner leben nachts in einem sicheren Huhnerstall und tagsuber im Freien. Und wehe, es kommt ihnen ein Apfel in den Weg, dem geht es dann an den Kragen! Pik! Pik! Pik! Hier geht es zum PDF der Zeitschrift.