Aufgeschnappt

Im Hinduismus habe ich eine wunderbare Geschichte gefunden, die ich hier gerne ganz frei weitererzähle. Der Gott Krishna spielt gerne Flöte und erfreut damit die Menschen. So hat er sich eines Tages auf einer Schafweide niedergelassen und fing an, seine göttlichen Melodien zu spielen. Hirtinnen und Hirten kamen ehrfürchtig zu ihm und lauschten den wunderbaren Melodien. Sie schauten Krishna in die Augen und waren fasziniert. Doch entstand da der Streit. Alle wollten in diese wunderbaren Augen sehen, so standen sich die Menschen im Weg. Krishna merkte das Unbehagen der Menschen, zog sich kurz zurück und kam – wie es nur Götter können – gleichzeitig zu all den Hirtinnen und Hirten zurück. Und spielte himmlisch mit seinen schönen Augen.

Es ist dies wohl die Frage, die im Gleichnis von den beiden Söhnen und dem gütigen Vater, dem älteren Bruder auch gestellt wird. Darf der Vater für alle dasein oder nicht. Schmollen oder sich mitfreuen.

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