Im
Geäste versteckt
Eigentlich wollte ich ihn beim
Essen fotografieren ... (3. Februar 2012)


Im Land
der Gelati
Nur zugreifen bitte! Mmh! (16. Januar 2012)



Wo diese zu finden sind? Natürlich in der Nähe der
berühmtesten drei BernerInnen!

Eiger, Mönch und Jungfrau

Medientagebuch
MAZ - Die Schweizer
Journalistenschule (4. Januar 2012)
Um viertel vor sechs morgens fängt das Gehetze an. Und
es ist für einen Siebenschläfer dramatisch. Der Radiowecker geht punkt 6:45 Uhr
an. Wenn ich schnell bin, dann reicht es noch kurz für einen Kaffee, ansonsten
werde ich um sechs Uhr mit nüchternem Magen im Chor des Kapuzinerklosters auf
dem Wesemlin stehen. Als Guardian (Klostervorsteher) habe ich nach dem Schlagen
der Uhr die Meditationszeit mit einem Wechselgebet zu beginnen. Zum Glück wurden
das Medium „Buch“ und der Buchdruck erfunden – ich würde zu dieser Zeit selber
noch nichts Schlaues vorbeten können, da bin ich noch in anderen Welten zu
Hause. Nach vier Minuten einbeten setzen sich die rund dreissig Kapuzinerbrüder
zur Meditation – und mein Tag kann langsam anrollen. Ich komme an, bei mir und
in der Gegenwart Gottes.
Weiter.
Alles
Gute zum Neuen Jahr
Luzern feiert am Abend danach (1.
Januar 2012)



Sterben
ist wie gebären
Eine Erfahrung mit einem
Sterbenden (29. Dezember 2011)
Einer meiner Mitbrüder in Luzern liegt im Sterben und
abwechslungsweise wird gewacht. Dabei fühlte ich mich in der vorletzten Nacht
recht hilflos. Er war nicht wirklich ansprechbar und zeitweise unruhig. Heute
Morgen war eine Kollegin am Bett. Sie schrieb mir ihre Erfahrung: "Sterben ist
wohl wie gebären." Da kann ich nur sagen, für diese konkrete Situation ein
wunderbares Bild. Es ist wie die unruhige Raupe, die läuft und läuft, bevor sie
sich verpuppt. Und das kann dauern. Nun, über die Frage, wieso gebären so
schmerzvoll ist oder sein müsse, möchte ich im Moment nicht weiterdenken. Da
bleibt mir nur die Hilflosigkeit des Zuschauenden.
Eindrücke vom Sternsingen
Rapperswil, Gassen und
Hauptplatz (18. Dezember 2012)



Frühchristliche Arbeitsteilung
Wirklich heilig - eine Serie
fürs forumKirche (16. Dezember 2011)
Einerseits begegne ich der Aufforderung, dass wir
Katholiken und Katholikinnen für Priester beten müssten. Sie fehlen, Pfarreien
werden zusammengelegt und die Sakramente bleiben auf der Strecke. Andererseits
bekomme ich manchmal den Eindruck, die römisch-katholische Kirche bestünde nur
aus Klerikern, zölibatär lebenden und studierten Männern. Laien in kirchlichen
Diensten gelten als Notlösung und werden in einer klerikalen Perspektive wegen
der Not toleriert, nicht aber geschätzt. Sobald es wieder genügend Priester
gäbe, könnte man die Laien wieder zurückstellen, wie es beispielsweise auch mit
den in der Tschechoslowakei geweihten verheirateten Priestern und Bischöfen
geschehen ist. Nach der Wende brauchte man sie nicht mehr, man schob sie
beiseite.
Weiter.
Nachtaufnahmen im Ranft
Ein Spiel von Licht und
Dunkelheit (10. Dezember 2012)





Weihnachtsmarkt Kapuzinerkloster Olten
Hier einige nächtliche
Bildimpressionen (3. Dezember 2011)




Keine
Egoshow, aber andere befähigen
Wirklich heilig - eine Serie
fürs forumKirche (2. Dezember 2011)
Unter einem Missionar stellt man sich zuerst einmal
einen grossen Prediger vor, der die Menschen von seiner eigenen Lebens- und
Glaubenseinstellung überzeugen will. Franz Xaver zeigt einen anderen, einen
hörenden und integrierenden Weg. Wenn der Heilige an einem neuen Ort ankam,
studierte er Sprachen, Sitten und ursprüngliche Religionsformen der Menschen. Er
bildete heimische Helfer heran, die fähig waren, die christliche Botschaft an
ihre Landsleute weiterzugeben.
Weiter.
November
Genauso stelle ich mir dessen
Stimmung vor (1.
Dezember 2011)



Verwurzelt und dennoch offen für die Fremde
Wirklich heilig - eine Serie
fürs forumKirche (19. November 2011)
Noch vor hundert Jahren war Reisen kompliziert und
teuer. Schweizer Männer wurden beispielsweise Kapuziner, um als Missionare –
obwohl Bauernsöhne – in die weite Welt reisen zu können. Mein inzwischen
verstorbener Mitbruder Gallus legte jedenfalls grossen Wert darauf, dass er
Kapuziner wurde, um die Welt entdecken zu können. Und er hat auch einiges
gesehen und erlebt!
Weiter.
Christusbegegnung ist allen möglich
Wirklich heilig - eine Serie
fürs forumKirche (3. November 2011)
Oft schon in der Geschichte meinte man, dass
Gottesbegegnung nur für Spezialisten, für besonders begabte Menschen möglich
sei, für Leute, die die richtigen Gebete und Gebetshaltungen kennen. Oder
manchmal ging es auch um die richtige Lebensform, d. h. um Einsiedler,
Ordensleute oder Priester – oder umgekehrt: Ohne mys - tische Erfahrungen ist
man sowieso ein religiöser Niemand.
Weiter.
November-Impressionen
Luzern, Kapuzinerkloster
Wesemlin, Innenhof (2. November 2011)
Nein, meine Stunde hat noch nicht geschlagen ...
Trotzdem verstehe ich nicht ganz, was mir diese Uhr alles mitteilen will!



Ein
hochgehaltenes Ideal mit Toleranz verbinden
Eva-Maria Faber, in
Schweizerische Kirchenzeitung, 43/2011 (26. Oktober 2011)
Eine Kirche, die den Begriff «katholisch» im Namen
trägt (auch wenn sie ihn nicht für sich pachten kann), sollte indes nicht auf
Grenzziehung, sondern auf Weite bedacht sein. «Der Begriff ‹Katholizität›
überträgt den von der Schrift bezeugten allgemeinen Heilswillen Gottes in ein
ekklesiologisches Attribut. Er will nichts anders als Hoffnung geben: Niemand
bleibt von jener Gottesgemeinschaft ausgeschlossen, die im Sakrament Kirche ein
für alle Mal der Welt erschienen ist.» (Bertram
Stubenrauch: Dialogisches Dogma. Der christliche Auftrag zur interreligiösen
Begegnung (= QD 158). Freiburg i.Br. 1995, 167)
Hier geht es zum lesenswerten Artikel von
Eva-Maria Faber.
Das
heilige Kreuzzeichen
Orate fratres, Luzern, 1937 (24. Oktober 2011)
Hier eine kleine Trouvaille aus historischen Gefilden:
Wiese braucht man Weihwasser für ein Kreuzzeichen - gut, es hat keine absolute
Notwendigkeit. Bisher habe ich zwei Erklärungen kennen gelernt. Erstens ist es
eine Tauferinnerung, andererseits kann es mit Waschen und sich Reinigen zu tun
haben. Nun habe ich in einem Buch von 1937, zweite Auflage, eine weitere
Erklärung gefunden: 1. Das heilige Kreuzzeichen: In Nómine
† Patris et † Fílii et † Spíritus sancti. Amen.
(Jedesmal 50 Tage Abl. (Ablass); 100 Tage so oft man das Kreuzzeichen mit
Weihwasser macht.)
Schweigen können, weil Gott das letzte Wort hat
Wirklich heilig - eine Serie
fürs forumKirche (21. Oktober 2011)
«Jesus aber schwieg», steht sowohl im Markus- als auch
im Matthäusevangelium beim Verhör mit dem Hohenpriester (vgl. Mk 14,61; Mt
26,63). Die Frage «bist du der Messias» beantwortet Jesus nicht. Oft habe ich
mich über das Schweigen Jesu geärgert und mich gefragt, wieso Jesus sich an
dieser Stelle nicht klärt und erklärt. Eine mögliche Antwort habe ich in der
Legende der seligen Idda von Toggenburg gefunden.
Weiter.
Was
bringt das Christentum speziell
Aus dem Buch: Johann Baptist
Metz, Mystik der offenen Augen (17. Oktober 2011)
Mit Gewinn lese ich gerade im Buch von Metz. Gut, es
spricht nicht alles gleichermassen an und manchmal ist's schade, dass es nicht
in einem Guss entstanden ist. Doch faszinieren vor allem die Ausführungen zur
Mystik der offenen Augen.
Hier habe
ich einen zentralen Abschnitt gescannt. Viel Spass beim Lesen!
Wenn
Beten weiterbringt als Gewaltanwendung
Wirklich heilig - eine Serie
fürs forumKirche (1. Oktober 2011)
Weit ist er gereist, der Heilige Gallus. Von Irland
zog er via Metz (Frankreich), Zürich, Tuggen, Bregenz und andere Orte am
Bodensee schliesslich nach St. Gallen. Vehement sind Gallus und sein Kollege
Kolumban aufgetreten. Den Heiden und Götzenanbetern der Schweiz wollten sie das
Evangelium verkünden. Dabei schreckte Kolumban vor Gewalttat nicht zurück. Weil
die Einwohner von Tuggen sich nicht bekehren liessen und weiterhin zu den
Opferstätten im Wald pilgerten, steckte Kolumban den Opferaltar in Brand und
warf ihre Opfergaben in den See. Zum Glück konnten die beiden fliehen, bevor es
ihnen an den Kragen ging.
Weiter.
Feste
feiern trotz Armut
Ite 2004/4 (30.
September 2011)
"Jung und vernetzt" heisst die neueste Ausgabe von Ite
/ Frères en marche, welche ich in der deutschsprachigen Ausgabe redigiert habe.
Hier geht es zum Einführungsartikel "Feste
feiern sie trotz verbreiteter Armut".
Hier kann die Ausgabe auf der Homepage
ite-dasmagazin.ch eingesehen werden.
Wohin
schauen sie nur?!
Orselina, Madonna del Sasso (23. September 2011)
Ist das nun eine
gendertypische Situation oder eine Makke religiöser Menschen, die das Heil vom
Himmel und nicht vom menschgewordenen Gott erwarten?

Soldat
und Christ: Geht das?
Wirklich heilig - eine Serie
fürs forumKirche (16. September 2011)
Seit es Christen gibt, fragen sie sich, ob es einen
gerechten Krieg gäbe. Befürworter formulieren Bedingungen, die besagen, wie sich
gerechte Krieger zu verhalten haben. Auch Bruder Klaus war Heerführer und setzte
sich bei seinen Soldaten für ein anständiges Benehmen trotz Waffengewalt ein.
Aktuell hat die Nato versucht, mit Lufteinsätzen in Libyen einen «humanen Krieg»
zu führen. Ist es ihr gelungen?
Weiter.
Fischreiher und Murmeltier
Pech oder Glück? (12. September 2011)
Seit Wochen, wenn nicht schon seit Jahren, war ich auf
der Suche. Nun sind sie mir vor die Linse gekommen!




Anders
als erwartet
Pech oder Glück? (2. September 2011)
In den letzten Tagen war ich abends mit der Kamera
unterwegs. Doch haben sich diejenigen, die gesucht waren,
in die Ferien abgemeldet. Unerwartete Models haben sich vor die Linsen gewagt!
Vielleicht fast die Schöneren als die Gesuchten? Gut, bei der Spinne werden die
Meinungen noch geteilt sein.






Als
Ägypten noch die Schweiz missionierte
Wirklich heilig - eine Serie
fürs forumKirche (2. September 2011)
«Wann wurde die Schweiz entdeckt?» ist eine Frage, die
man in Lateinamerika hören kann. Die Lateinamerikaner können jeweils ein exaktes
Datum und Namen für ihre eigene Entdeckung angeben. Um für die Schweiz eine
Antwort geben zu können, hat der Schweizer Schriftsteller Hugo Loetscher eine
Kurzgeschichte über die Entdeckung der Schweiz geschrieben. In Afrika ist die
Frage von Christen eher, wann wurdet ihr missioniert. Meine afrikanischen
Freunde können mir jeweils Daten und Namen ihrer Missionen angeben. Indische
Thomas-Christen jedoch sagen mir häufig: «Wir waren Christen, als ihr Schweizer
noch mit Hörnern auf dem Kopf in den Wäldern herumirrtet!» Wann wurden wir
Schweizer zu Christen?
Weiter.
Wenn nur
die Fotografen nicht wären!
Augst, Römerfest
(29. August 2011)
In den letzten Tagen hat mir mein Mitbruder George
Francis Xavier einen
Link (Hier) geschickt. Im Film werden Fotografen
bei
der Arbeit gezeigt. Es scheint jedoch eher ein Bilderschlachtfeld zu sein als
ein abgeklärtes Fotografieren, wie man sich einen Fotografen so vorstellt.
Gestern war ich am Römerfest in Augst, fotografieren natürlich. Und da hörte
ich, als Kinder wie echte römische Soldaten eine Schildkröte bildeten, eine Frau sagen:
"Wenn nur die Fotografen nicht wären!"

Als die Aufstellung stimmte, wurde getestet, ob sie
auch hält. Zuerst aus der Nähe,

dann aus der Ferne. Die Speere liegen am Boden, keiner
konnte der Schildkröte
eine Schwachstelle abgewinnen.

Gut, es gibt da ja schon Fotografen - hier eine
Fotografin - die sich im Amphitheater voll ins Zeug gelegt haben!

Bei solchen Gladiatoren ist das jedoch nicht
verwunderlich!
Eine
Relique fürs Münster, bitte!
Wirklich heilig - eine Serie
fürs forumKirche (19. August 2011)
Um 904 soll der Konstanzer Bischof Salomo III. eine
Reliquie des ersten Grades von Rom nach Konstanz überführt haben. Die Verehrung
des Pelagius im Bodenseegebiet hat im 9. Jahrhundert begonnen. In den Klöstern
St. Gallen und Reichenau sind entsprechende Dokumente zu finden. Vermutlich ab
dem 5. oder 6. Jahrhundert begann die Verehrung des römischen Katakombenheiligen
in Istrien, der grössten Halbinsel an der nördlichen Adria.
Weiter.
Was soll
das bedeuten?
Kommunikation durch Verbots-
und Hinweistafeln (16. August 2011)
Schilder können
kreativ sein, müssen manchmal auch etwas interpretiert werden.

Auf dem Vierwaldstättersee gibt es Boote mit
Schiffsschrauben und Schaufelraddampfer. Schwimmer müssen sich also vor beiden
Schiffstypen in Acht nehmen. Doch so bedrohlich wie das Schild darstellt ist das
Schwimmen im Vierwaldstättersee auch wieder nicht!

Nein, die Schwäne sollen nicht nicht gesalzen werden,
sondern Schwäne füttern verboten meint das Schild.

Mit diesem Bild haben wir den See verlassen. Es geht
hier um BergwandererInnen entlang der Suonen, Wasserleitungen, die im Wallis
auch den Felsen entlang gebaut wurden. So können die Bergwiesen bewässert
werden.. Wer beim Wandern hinunterfällt bekommt entweder Flügel oder fliegt als Engel
gegen den Himmel?! Ok, anderenorts wird mit der Hölle gedroht. Hier scheint
Sterben himmlisch zu sein.

Neugierig macht ja das Signal Achtung Dampflokomotive.
Stundenlang könnte ich mich hinsetzen und auf eine dampfende und stampfende
Lokomotive warten
...

... Beim genaueren Hinsehen fand ich zwar ein
weiteres Signal. Doch scheinen hier keine Dampflockomotiven mehr
durchzupreschen! Gesehen wurde diese Bahnlinie in Frankreich, dem Genfersee
entlang.
Ohne
Kapuziner kein Kanton Appenzell?
Helvetia Franciscana "Gelebte
Armut. Kapuziner in Appenzell 1586-2011" (12. August 2011)
"Was wäre Appenzell Innerrhoden ohne die Kapuziner?"
fragte der regierende Landammann Daniel Fässler an der Vernissage zu der
Sonderausgabe der Helvetia Franciscana "Gelebte Armut. Kapuziner in Appenzell
1586-2011" in der vollen Kapuzinerkirche. Die Antwort gab er gleich selber: "Ich
sage Ihnen: Wahrscheinlich gäbe es unseren Kanton ohne die Kapuziner gar nicht.
Katholische Internationale Presseagentur (Kipa).
Kapuzinerhomepage.
Glauben
beginnt mit genauem Hinsehen
Wirklich heilig - eine Serie
fürs forumKirche (31. Juli 2011)
Ausgelaugt und müde zieht Narcissus mit Felix, dem
Diakon, über die weiten Strassen des römischen Reiches. Der spanische Bischof
von Gerona ist um 303 nach Christus auf der Flucht. Kaisers Diokletian verfolgt
Menschen, die ihm nicht opfern. Zum Glück ist das Reich gross und der Kaiser im
Süden. «Wohin können wir gehen?» fragen die Männer bei der An kunft in Augsburg.
«Geht da vorne ins Bordell», raten ihnen die Menschen voller Ernst. Im Lokal ist
es dunkel und eine fremdländische junge Frau geht auf die Männer zu. «Ich heisse
Afra» stellt sie sich vor und führt die Männer an einen Tisch. Dabei erzählt sie
ihnen, dass ihr Name auf Afrika hinweise und sie mit ihrer Mutter von Zypern her
gekommen sei. Dort sei sie am Venustempel ausgebildet worden, fügt sie stolz
hinzu. Hier in Augsburg erfüllen sie mit anderen Frauen den Männern erotische
Gelüste.
Weiter.
Nicht
nur der Mond kommt ins Schlingern
Filmbesprechung zu Bal (Honig)
von Semih Kaplanoglu (24. Juli 2011)
Bal
ist ein ruhiger Film mit vielen lange andauernden Einstellungen. Die erste
Kameraeinstellung im Intro zeigt Waldboden und Baumstämme in Mannshöhe. Ein Mann
und ein Pferd erscheinen, laufen auf die Kamera zu, werden grösser, kommen ins
Bild. Mit einem Seil will der Imker einen Baum erklettern und an den Honig
kommen. Doch bricht der Ast, an dem das Seil befestigt ist, an, der Mann stürzt
hinunter und bleibt in der Luft hängen. Ein Leben ist ins Schlingern geraten.
Während dem Film stellt sich zwar die Frage, ob der Imker noch lebe oder nicht,
die Antwort bekommt der Zuschauer erst am Ende des Films.
Weiter.
Den
Glauben erlaufen und heilend begründen
Wirklich heilig - eine Serie
fürs forumKirche (19. Juli 2011)
«Herr, sollen wir befehlen, dass Feuer vom Himmel
fällt und sie vernichtet?», sagen die beiden Donnerssöhne, Jakobus der Ältere
und Johannes im Lukasevangelium zu Jesus, als sie in einem samaritischen Dorf
nicht aufgenommen werden. Jesus wendet sich den beiden zu und weist sie zurecht.
In einigen Textabschriften von Lukas 9,55 wird ein Jesuswort als Begründung für
die Zurechtweisung durch Jesus eingefügt: «Ihr wisst nicht, was für ein Geist
aus euch spricht. Der Menschensohn ist nicht gekommen, um Menschen zu
vernichten, sondern um sie zu retten.» Das Reich Gottes lässt sich nicht durch
Feuer vom Himmel aufbauen, sondern nur durch die rettende Liebe Gottes.
Weiter.
Wegen
der Korruption sind viele Länder arm
Ein Interview in ITE 2012/3 (18.
Juli 2011)
David K.Mbugua
forscht über Armut und Korruption. Ein Interview, das ich letzten Herbst mit
David machte, ist nun publiziert.
Weiter.
Ein
Leben unter zehntausend Brüdern
Journal der Theologischen
Bewegung für Solidarität und Befreiung 2011/2; Neue Wege 2011/7/8 (15.
Juli 2011)
Vor gut zwanzig Jahren war ich auf der
Suche nach einer Lebensgemeinschaft. Ich verstand nicht, wieso in unserer Welt
sich jeder alleine durchs Leben ellbögeln muss. Das kann es ja nicht sein. Der
realexistierende Kommunismus der damaligen Zeit schien mir auch keine
Alternative zu sein. Denn es zeigt sich, dass man niemanden zum Glück,
geschweige denn zu einem gemeinsamen Leben zwingen kann. Es braucht dazu reife
und motivierte Menschen, die auch gemeinschaftsfähig sind – ein Begriff
übrigens, der heute in der Ordenstheologie oft diskutiert ist.
Weiter.
Ja nicht
zu heiss abschmecken
Franziskusalender 2012 (3.
Juli 2011)
Nach den Kapuzinern
werden Warenketten, Esswaren und nicht zuletzt der berühmt-berüchtigte
Cappuccino benannt. Deshalb machte sich der Franziskuskalender auf den Weg nach
Brig. Hier werden die jungen Brüder von Deutschland, Österreich und der Schweiz
bei Bruder Josef Dähler im Kochen ausgebildet.
Weiter.
Echt
cool! Oder?
Erfahrungen mit neugierigen
Kühen (2.
Juli 2011)

Gütig
und kriegerisch in einem?
Wirklich heilig - eine Serie
fürs forumKirche (24. Juni 2011)
Kann ein grosser Krieger auch ein Heiliger sein? Oder
schliessen sich der Krieger und der Heilige gegenseitig aus? Folgt man der
Ikonografie eines Ulrichs als bischöflicher Krieger, dann geht beides problemlos
zusammen. Schaut man jedoch ins Leben von Ulrich von Augsburg, dann ist die
Antwort wiederum nicht mehr so klar. Einerseits baute der Bischof feste Mauern
um Augsburg herum, um die Stadt gegen die Ungarn-Einfälle zu schützen. Vom 7.
bis zum 9. August 955 leitete der Heilige persönlich die Verteidigung der Stadt.
Mit militärisch-strategisch guten Schachzügen verhalf der Bischof Otto I. zum
Sieg über die Ungarn.
Weiter.
Heute
MystikerIn und ProphetIn werden
Generalversammlung der
Vereinigung der Höheren Ordensobern (23. Juni 2011)
Die erste Phase zeigt sich als Erfahrung
von Unvereinbarkeiten. Dunkelheit und Verwirrung, ein Bewusstsein
von Leere, die gefüllt werden will, Durst, der gestillt werden
sollte, offene Fragen müssen durchgestanden werden. Die Phase der
Erweckung ist die zweite Bewegung. Der Geist einer Person wird durch
die Berührung Gottes geweckt und darauf vorbereitet, das Wort des
Lebens zu hören. "Die wachsende Energie des Christentums", so
betonte Agnes Lanfermann, "ist immer aus der Sprache des Wunsches,
der inneren Sehnsucht und der Suche nach Sinn erwachsen".
Weiter.
Hier
reift Leben
Wesemlin (18. Juni 2011)


Wer hat
den grössten Mund?!
Bielersee, St. Petersinsel (16. Juni 2011)
Unruhig sitzen die Kücken im Nest. Manchmal hat man
direkt Angst, dass eines hinausfallen wird. Und plötzlich kommt Action in die
Kinderschar, der beobachter sieht fast nur noch gelb.


Einer
musste zurücktreten, abtreten
Wirklich heilig - eine Serie
fürs forumKirche (10. Juni 2011)
Bei den Kapuzinern hat ein Guardian (der
Klostervorsteher, ähnlich dem benediktinischen Abt) üblicherweise zwei
Amtsperioden von drei Jahren. Nach alter Tradition wird gewünscht, dass er nach
seinem Leitungsamt in ein anderes Kloster geht, damit der neue Guardian freie
Hand hat. Ähnliches lässt sich bei modernen Betrieben, wie auch in der
Überlieferung mit Johannes feststellen.
Johannes der Täufer ist ein erfolgreicher Prediger und die Menschen strömen in
Scharen in die Wüste, um ihn zu hören. Das Markusevangelium schreibt sogar: «So
trat Johannes der Täufer in der Wüste auf und verkündigte Umkehr und Taufe zur
Vergebung der Sünden» (1,4). Ansonsten vergibt nur Jesus Sünden!
Bei Jesus von Nazareth wird in der Forschung gemutmasst, dass er ursprünglich
auch im Umfeld des Johannes gelebt hat und mit der Zeit seine eigenen Wege
gegangen ist. Nach den synoptischen Evangelien lässt sich Jesus sogar bei
Johannes taufen. Vor allem das Matthäusevangelium kennt das Rangproblem und
lässt Johannes zurücktreten und sagen: «Ich taufe euch nur mit Wasser (zum
Zeichen) der Umkehr. Der aber, der nach mir kommt, ist stärker als ich, und ich
bin es nicht wert, ihm die Schuhe auszuziehen. Er wird euch mit dem Heiligen
Geist und mit Feuer taufen » (3,11).
Weiter.
Auf die
Schliche gekommen
Dem Specht über die Schulter
geschaut (4. Juni 2011)
Da kommt ein Vogel
geflogen. Ein Specht sei's, werde ich informiert. Er fliegt zu einem
Stamm, klopft, fliegt unter den Haselnussbaum und hüpft geschäftig umher. Dann
geht es zurück zum Stamm. Diesesmal gibt es einen Schlag und Teilchen fliegen
durch die Luft. Die Kennerinnen kommentieren: "Waw, mit nur einem Schlag!" Was?
Meine weiteren Erkundungen ergaben, dass da einer am Haselnüsse geniessen ist.


Wohlbekomm's
Luzern, Jesuitenkirche,
MittWortsMusik, 12:15-12:45 (1. Juni 2011)
Mirjam Kühni, Sandra
Birrer, Angelika Büeler und Simone Gresch spielten die "Barocke Tafelrunde mit
Telemann". Ich selber hielt dazwischen drei kurze Ansprachen, die
hier
heruntergeladen und gelesen werden können.
Andere
scheinen weiter zu sein als die CH
Einige Eindrücke aus einer
Reise in der Türkei (29. Mai 2011)
Eine Woche war ich in der Südägäis
unterwegs. Da gab es Hochkulturen als die Helvetier noch nicht einmal auf den Bäumen
sassen. Paulus und Co. verkündeten das Evangelium und gründeten Gemeinden, als
es die Schweizergarde noch gar nicht geben konnte. Auf meiner Reise gab es auch Unerwartetes zu
entdecken. Beim Ausloten der Sonnenenergie sind türkische Bürger uns meilenweit
voraus. Selbst bei der Fusswaschanlage der Moschee wird das Wasser mit
Sonnenenergie gewärmt. Ich bezweifle jedoch, dass dieses gewärmte Wasser für die
rituelle Waschung gebraucht wird?!



Vom
Intellektuellen zum Volksheiligen
Wirklich heilig - eine Serie
fürs forumKirche (29. Mai 2011)
Nur elf Monate nach
seinem Tod wurde Antonius von Padua in den Kreis der Heiligen aufgenommen. So
schnell hat es bisher keiner geschafft. Im Leben war er als Theologe, heute als
Finder bekannt.
Weiter.
"Good
news", auch für Sünder, v.a. für sie
Abt Martin Werlen von
Einsiedeln (18.
Mai 2011)
"Wie ist es möglich, dass wir als Kirche sprachlos
sind in so vielen Herausforderungen unserer Zeit?", fragt der Abt. Das
Evangelium sei nicht bloss "Good news" für vergangene Zeiten, sondern für unsere
Zeit. "Auch für Frauen, auch für Geschiedene und Wiederverheiratete, auch für
Sünder - besonders für Sünder!"
Hier geht es zum Artikel.
Nun, die Frauen würde ich ja nicht von Vornherein als
Sünderinnen einstufen - sie können es werden wie wir Männer auch. Doch, dass die
katholische Kirche ihre prophetische Stimme verloren hat, da gehe ich mit Martin
einig. Ok, manchmal ist sie sogar prophetisch in ihren Haltungen. Doch wenn man
von Vornherein unglaubwürdig ist, dann wird die prophetische Stimme schon gar
nicht wahrgenommen.
Heidi
und Mohammed heiraten!
Theatergottesdienst,
Inspiration West Side Story (15.
Mai 2011)
Das Theater kennt sie, die Geschichten der beiden
Liebenden, die sich eigentlich nicht lieben dürften. Denn die beiden Liebenden
gehören zwei sich bekämpfenden Bevölkerungsgruppen oder Ständen an. Seien das
nun Romeo und Julia bei Shakespeare oder Tony und Maria in der Inspiration West
Side Story, wie sie zur Zeit im Luzerner Stadttheater zu sehen sind.
Der Theatergottesdienst in der Matthäuskirche nahm das
Thema auf und inszenierte drei Szenen, besser Lieder. Eingefahren ist mir dabei
die Frage von Alois Metz. Wie würden wir reagieren, wenn Heidi, die fiktionale
Urgestalt einer Schweizerin, sich in Mohammed, den arabischen Propheten und
Religionsgründer, verlieben würde. Welche Steine würden solch einer Beziehung in
den Weg gelegt?

In
Unkenntnis seines Papstseins
Wirklich heilig - eine Serie
fürs forumKirche (14. Mai 2011)
Nein, so einfach geht es nun auch wieder nicht: Zuerst
viel Wein trinken und dann den Patron gegen die Trunkenheit anrufen. Nach einem
Gelage lässt man das Auto besser stehen oder ruft die «Nez rouge» an –
telefonisch natürlich.
Weiter.
Die Welt
verändert sich auch im Entlebuch
Denke global, handle lokal!
Artikel für die Kipa (5.
Mai 2011)
"Angst macht egoistisch", stellte Bernard Wandeler von
der Hochschule Luzern an der Tagung "Denke global, handle lokal!" angesichts von
Globalisierungsängsten fest. Die Globalisierung könne "entsolidarisieren". Von
den Veränderungen sei man jedoch in der Stadt ebenso wie auf dem Land betroffen.
- Zur Tagung am 5. Mai im Romerohaus in Luzern hatten die Professur für
Kirchenrecht und Staatskirchenrecht der Universität Luzern, das Hilfswerk
Fastenopfer und das Romerohaus eingeladen. Sie wollte zum Sehen globaler
Zusammenhänge motivieren.
Weiter.
Sänger
und Sängerinnen im Rampenlicht
Kirchenklangfest 2011, cantars (1.
Mai 2011)
Luzern, 1.5.11 (Kipa) Am 2. März 1886 ist im
aargauischen Baden der Diözesan-Cäcilienverein des Bistums Basel gegründet
worden. Am 30. April 2011 wurden die Jubiliäumsfeierlichkeiten zum 125jährigen
Bestehen mit kirchlicher und weltlicher Prominenz, wissenschaftlicher Reflexion
und vor allem viel Gesang eröffnet. Die Sänger und Sängerinnen gaben in Luzern
einen ersten Einblick in ihr vielfältiges Musizieren. Weitere Happenings folgen
an anderen Orten.
Weiter.
Weinen
führt zur Begegnung
Wirklich heilig - eine Serie
fürs forumKirche (29. April 2011)
Nicht erst seit dem Kassenschlager The Da Vinci
Code – Sakrileg von 2006 wird über Maria von Magdala spekuliert und wohl
auch verspekuliert. In der Kunst wurde in allen Farben und Posen sowie mit viel
Fantasie eine leicht bekleidete oder manchmal auch nackte Frau dargestellt, die
wohl eher Männerfantasien befriedigt denn der damit gemeinten Person entspricht.
Es ist dies die Sünderin, die Jesus die Füsse salbte (vgl. Lk 7,37-38).
Weiter.
Aufmerksame Vögel
Papiliorama, Kerzers (25. April 2011)





Wo
machen Kücken Schulferien?
Im Kloster natürlich (22. April 2011)



Webseiten segnen
Lancement du site internet
cath.ch (20. April 2011)
Geladen wurde zur Pressekonferenz für die neue
Webseite von
www.cath.ch, der Schwester von
www.kath.ch. Die neugeschaffene Webseite wurde
vorgestellt und diskutiert. Als alle schon langsam auf den angekündigten Apéro
warteten, erhob sich Bernard Broccard, zog sich die priesterlichen Gewänder an
und segnete die Homepage, deren Betreiber sowie die anwesende Journalistenschar.
Gut, es werden ja seit Langem Fahnen, Autos, öffentliche Gebäude gesegnet, warum
nicht auch Webseiten. Im Gegenteil, ich finde es sinnvoll, Menschen und ihre
Umwelt zu segnen, d.h. sie in den Dienst und Nutzen von Gott und Menschen zu
stellen. Ps: Diese Site ist nun auch gesegnet.
Weiter.

Nicht
nur Märtyrer sind Helden
Wirklich heilig - eine Serie
fürs forumKirche (17. April 2011)
Im Verlaufe der Jahrhunderte wurde das Martyrium des
römischen Märtyrers Alexander – vermutlich um 130 zusammen mit den Heiligen
Eventius, Theodul und Quirinus von Neuss hingerichtet – Papst Alexander I.
zugeschrieben. Alexander I. war der sechste Bischof von Rom und starb nach
Angaben des Eusebius von Caesarea nach zehn Amtsjahren um 119, nach anderen
Quellen jedoch früher.
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Blumen
sind keine Frühaufsteherinnen
Bis um zehn Uhr morgens hatte
ich zu warten, bis sie sich entfaltet hatten (11. April 2011)
Für mich sind solche Beobachtungen tröstlich. Dauert
es doch morgens oft ein Weilchen, bis auch mich so langsam entfalten kann. Auch
ist es ein Argument gegen diejenigen, die meinen, dass der Tag mit den ersten
Sonnenstrahlen beginnt. Mag ja sein, dass diesbezüglich einige Vögel darauf
warten.




Die
Natur treibt nach Vorne
Im Februar wurden die Bäume
geschnitten, jetzt blühen sie (10. April 2011)




Die zehn
Gebote für Jugendliche erzählt
Buchbesprechung (8. April 2011)
Zehn spannende Kurzgeschichten hat der junge Schweizer
Theologe und Buchautor Stephan Sigg geschrieben. Schnell steigt er jeweils in
die Erzählung ein und abrupt geht der Erzählfaden oft zu Ende. Zusammen mit
einem schnellen Erzählstil gibt das den Erzählungen enormes Tempo. Die
Geschichten erzählen aus der Lebenswelt von Jugendlichen, sind aber auch für
Erwachsene interessant zu lesen.
Weiter.
Visionär und nicht ganz unumstritten
Wirklich heilig - eine Serie
fürs forumKirche (1. April 2011)
1947 wurde der 1487 verstorbene Nikolaus von der Flüe
heiliggesprochen. Es hat sehr lange gedauert, bis die offizielle Kirche den Mann
vom Ranft auf die Altäre erhoben hat. Dies ist umso erstaunlicher, als seine
Grabstätte seit dem Tod einer der wichtigsten Wallfahrtsorte der Schweiz war.
Der Mann vom Ranft ist so für die Kirche Schweiz ein gutes Vorbild. Auch sie und
ihre Praxis standen oft im römischen Kreuzfeuer. Während meines ersten
Romaufenthaltes galt ich als Schweizer für viele Mitbrüder als entarteter
Katholik. Für sie bestand wenig Hoffnung, dass ich noch richtig katholisch
werden könnte. Einige Jahre später kamen selbst polnische Brüder auf mich zu und
fragten mich nach meinen Erfahrungen.
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Eine
andere Politik
Gastkommentar in Journal 21,
Journalistischer Mehrwert (19. März 2011)
2011 ist ein
Wahljahr. Parteien plazieren ihre Themen und versuchen möglichst viele
Stimmbürger und Stimmbürgerinnen von ihren Positionen zu überzeugen. Im 2010
machte der Kapuzinerorden mit einer witzigen Werbekampagne Furore. Auch die
braunen Brüder haben ihr Parteiprogramm. Wäre dieses eine Alternative oder eine
Bereicherung?
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Klage ¦
Verzweiflung ¦ Ohnmacht
Jazzvesper,
kultur-kirche-luzern.ch (18. März 2011)
Auf Psalmen bin ich in den letzten Monaten nicht
unbedingt gut anzusprechen. Zu viele Texte mit unchristlichen Inhalten muss ich
in meinem Alltag leider ertragen, über mich ergehen lassen. Heute vertraute mir
ein fast hundertjähriger Kapuziner an, dass er sehr glücklich sei, nicht mehr
lange Psalmen zu sprechen. Dazu sei er gar nicht mehr fähig. Aber das direkte
Gespräch mit Christus bringe ihm mehr.

Trotzdem durfte ich heute wieder einmal eine sehr
positive Erfahrung mit Psalmen machen. Gute Texte von JazzmusikerInnen
interpretiert. Ja, das ist "grooving mystisch stark echt", wie es in der
Ausschreibung dazu stand.

Wie die Hirschkuh lechzt nach frischem Wasser, so
lechzt meine Seele, Gott, nach dir.
Meine Seele sehnt sich nach Gott, nach dem lebendigen
Gott.
Wann darf ich kommen und Gottes Antlitz schauen? (Aus
Psalm 42)

John Voirol, oberstes Bild von links nach rechts, hat
die Psalmverse komponiert. Franzisk Brücker, Alisa Klein, Sebastian Strinning
und Marcel Vogler mitgespielt. Alois Metz, links, und André Flury gestaltet.
Aufstehen für die Rechte der Menschen
Wirklich heilig - eine Serie
fürs forumKirche (17. März 2011)
2011, Nordafrika, Diktatoren lassen ihre Polizisten
und Soldaten auf die kleinen Leute los. Menschen werden verwundet, sterben.
1393, Prag, König Wenzel IV. und seine Leute wollen einen Koch wegen eines
schlechten Essens verbrennen. Johannes Nepomuk stellt sich der königlichen
Hoheit entgegen – und das ist nicht das erste Mal, da sich der Rechtsgelehrte
und Beichtvater der Königin für die Rechte der Bevölkerung stark macht. Nepomuk
wird ins Gefängnis geworfen, gefoltert und schwer verwundet von der Brücke
geworfen. Er stirbt.
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Eine
"alte" Liebe
Gewisse Schwärmereien halten
länger hin (13. März 2011)
Bassgeige und Ziehposaune sind seid meiner Jugendzeit
zwei Trauminstrumente, die ich leider nicht lernen konnte - und es ist nicht zu
erwarten, dass ich sie je einmal lernen werde. Zum Glück bekomme ich die
Ziehposaune an Fasnachtsumzügen und an Guggenkonzerten ausgiebig zu hören und zu
sehen.
A propos Fasnacht: Dieses Jahr war ich sehr
überrascht, dass in Luzern fast alle Gruppen Masken hatten. Früher waren es die
Basler, die stets Larven trugen, während die Luzern prachtvoll geschminkt
hatten. Nun, dies hat geändert. Und es wurde in Luzern aktiv Politik gemacht,
dass die FasnächtlerInnen Masken tragen. Kunstvoll geschminkt sind die heiteren
Gestalten heute vor allem an der Berner Fasnacht. Nachfolgend einige
Impressionen von der Berner Fasnacht.



In
diesem Fall dient die Liebe nicht dem Frieden
Paparazzi und Zuschauer waren
viele zugegen (8. März 2011)






Gott
steht auch für Lebensfreude
Würzenbach, St. Johannes,
Guggengottesdienst (6. März 2011)




Kreative
Fasnachtsdarbietung
Luzern, nicht nur Kapuziner
sind inn als Sujet (5. März 2011)


Dieser
Kirchenraum spricht mich an
Luzern, Maihof, St.
Josefs-Kirche (5. März 2011)



Träumend
Gottes Botschaft erfahren
Wirklich heilig - eine Serie
fürs forumKirche (4. März 2011)
Schweissgebadet erwache ich aus dem Traum. Wir waren
auf einer Insel und suchten Schutz. Dabei fanden wir ein Haus und Menschen kamen
uns entgegen. Der erste streckte mir seine Hand entgegen und ich erschrak. Es
fühlte sich komisch an. Als ich hinsah, fehlte dem Mann der Daumen. Ich schaute
mir die Entgegenkommenden an. Alle hatten sie körperliche Defekte. Ich erschrak
und wurde wach.
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Gemassregelt und trotzdem auserwählt
Wirklich heilig - eine Serie
fürs forumKirche (22. Februar 2011)
Auf den ersten Blick sind Petrus und Paulus zwei sehr
unterschiedliche Menschen: der Jesusgefährte sehr emotional und bescheiden, der
Theologe und Prediger zuerst gewalttätig und dann radikal streitend. Gemeinsam
ist den beiden, dass sie von Jesus aufs Härteste gemassregelt werden. «Weg mit
dir, Satan, geh mir aus den Augen! Denn du hast nicht das im Sinn, was Gott
will, sondern was die Menschen wollen», wird Petrus von Jesus zurechtgewiesen
(Mk 8,33). Bei Paulus wird die Situation sogar physisch spürbar: «Unterwegs
aber, als Paulus sich bereits Damaskus näherte, geschah es, dass ihn plötzlich
ein Licht vom Himmel umstrahlte. Er stürzte zu Boden und hörte, wie eine Stimme
zu ihm sagte: Saul, Saul, warum verfolgst du mich?» (Apg 9,3-4). Sind das die
beiden grossen Helden des Christentums?
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Wenn das
Eis weicht
Impressionen vom Rotsee (8. Februar 2011)
Da ist zwar trotz Sonne noch viel Eis auf dem See.
Doch hat ein Bächlein eine Wasserfläche ohne Eis geschaffen. Da tummeln sich
Möven, Enten, Schwäne und Vögel, deren Namen ich nicht kenne.





Das ITE
nach dem Relaunch
Ein neues Format und teilweise
neue Inhalte (3. Februar 2011)
Endlich ist es so weit. Das neue ITE - nun ein Magazin
und nicht mehr eine Illustrierte - ist auf dem Markt. Da waren wir in der
Redaktion lange am
Ball und viele zusätzliche Sitzungen haben vor allem das letzte halbe Jahr geprägt.
Jetzt ist es auf dem Markt und es macht mir Freude. Meine Luzerner Mitbrüder,
die diesbezüglich der Welt etwas voraus sind, finden das neue neue Magazin
super. Viel Lob wurde bisher gespendet. Ich hoffe, dass auch andere Leser und
LeserInnen den Relaunch positiv bewerten können. Spass macht mir besonders, dass
wir die Bilder künfitg in einem grösseren Format einsetzen können. Zwei meiner
Artikel kann ich hier verlinken: erstens den Grundsatzartikel
Verändern bedeutet nicht scheitern. Dann auch das aufschlussreiche Interview mit Ephrem Bucher über
Erst die Solidarität ermöglicht das Überleben des Ordens.

Die Fotos im neuen Grossformat und weitere Artikel
können leider nur im Heft selber gesehen und gelesen werden. Bei der
Missionsprokura in Olten kann das Heft bestellt
werden. Neu haben wir am Ende des heftes ein spezielles Interview unter dem
Titel schiefe Fragen. Der Erste, der sich diesen Fragen stellte, war Paul
Hinder, Bischof von Arabien. Er war es auch, der mich vor Jahren bei den
Kapuzinern zugelassen hat.
Mit
Speck fängt man Mäuse
Wie Kulturen sich
unterscheiden - Menschen wohl ebenfalls (30. Januar 2011)
Stimmt, Speck habe ich sehr gern. Insofern stimmt das
Sprichwort. SpezialistInnen wissen jedoch, dass ich auf Salami noch mehr
anspreche. Bei Schildkröten auf den Seychellen scheinen es Bananen zu sein. Und
wer es schlau macht, der profitiert von solchen Liebhabereien. Ich versuche mal
in der nächsten Woche meine Mitmenschen mit "Speck" zu fangen, oder eben mit
"Bananen" zum Gehen zu motivieren. Mal sehen, was dabei herauskommt. Es soll nun
aber niemand mit Salami kommen. Ich kenne den Trick!

Hilfreich gegen Halsleiden und Husten
Wirklich heilig - eine Serie
fürs forumKirche (29. Januar 2011)
Nun ist wieder die unangenehme Zeit. Husten hier,
Husten dort. Was ist zu tun? Tee trinken? Inhalieren? Bonbons lutschen?
Hausmittelchen? Impfen? Und wenn alles nichts mehr nützt? Dann gibt es noch den
Hl. Blasius. Seit dem elften Jahrhundert wird am dritten Februar der
Blasiussegen erteilt. Dabei soll der gesegnete Mensch von allen Übeln des Halses
befreit und bewahrt werden.
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Abgeholt
und deponiert
Luzern, Romerohaus,
Januartagung des Vereins Tagsatzung (23. Januar 2011)
Chancen und Probleme von
Pastoralassistenten, Diakonen und Priestern aus anderen Kulturkreisen: Dies war
das Thema der Tagung des Vereins Tagsatzung im Bistum Basel am Samstag in
Luzern. Dabei zeigte sich eine Baustelle, die schweizerische Bistümer künftig
intensiv beschäftigen wird. An der Tagung "Pastorale Gastarbeiter und
Gastarbeiterinnen" nahmen vorab Kirchgemeindepräsidenten, Seelsorgende sowie
Vertreter von Fachstellen teil.
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Vor
meiner Nase ...
Brunnen, Bushaltstelle am See (17. Januar 2011)
Kalt ist's und ich warte auf meinen Bus. Ich stehe
nicht alleine an der Haltestelle. Etwas abseits steht eine junge schwarze Frau
mit einem Kinderwagen. Auch sie ist am Warten. Nach einem Weilchen zeigt sich in
der Ferne ein Bus. Schade, es ist nicht der Meine. Alle Sitzplätze sind besetzt.
Ein ziemlich voller Bus. Der Bus hält und die junge Frau eilt zum Mitteleingang,
wo es Platz hat für den Kinderwagen hat. Die Vordertüre öffnet sich und drei
Leute eilen heraus. Die junge Frau steht vor der mittleren Bustüre und sucht
einen Knopf zum Öffnen. Ich stehe, sehe aus der Ferne zu und schaue auf den
grünen Knopf. Plötzlich löscht das Grün aus und der Bus fährt ab. Mit offenem
Mund stehe ich da. Die Frau samt Kinderwagen wurden in der Kälte sitzengelassen.
Ich will schreien, doch bin ich zu spät. Niemand der Passagiere hat ihr die Türe
geöffnet, der Chauffeur die Frau wohl ignoriert und ich bin wortlos dagestanden.
Ich verstehe die Welt nicht und bin wütend, schäme mich weiss zu sein.
Emmaus
Eine etwas verfremdete Sicht
auf den Kapuzinerfriedhof auf dem Wesemlin (16. Januar 2011)

Vor dem weggewälzten Stein steht Jesus und bricht den
beiden das Brot. Ein schönes Bild im Angesicht des Todes, der Verwesung.
Gerecht
trotz Korruption
Wirklich heilig - eine Serie
fürs forumKirche (15. Januar 2011)
«Sex and Crime» verkaufen sich gut. Diese Erfahrung
scheint nicht ganz neu zu sein. Dem nackt an einem Baumstamm stehenden von
Pfeilen durchbohrten jungen Märtyrer sind seit dem vierten Jahrhundert viele
Mosaike, Glasfenster, Gemälde, Holzschnitte und Altarfiguren gewidmet. Wenige
Heilige wurden so oft dargestellt wie der Hl. Sebastian. Dabei sind von ihm
wenig Geschichtliches, dafür umso mehr Legenden bekannt!
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Hilari -
Fasnachtsbeginn für Solothurner
Der Gemeindepräsident hat den
Schlüssel übergeben (13. Januar 2011)
Im Luzernischen beginnt die Fasnacht am 11.11 um
11:11. Im Kanton Solothurn am Hilari, d.h. an meinem Geburtstag. Die Wirtin
eröffnet mit Ihren Versen, dann kommt der Gemeindepräsident und dann die Narren.
Zwischendurch machen sich die Guggen bemerkbar. Schade, dass jetzt alle wieder
bis am Schmutzigen Donnerstag schweigen, kann ich da nur sagen.

Am Besten gefallen hat mir der Schnitzelbank von den
Feldstechern über die Putzfrau, die ihren Festnetzanschluss zu Hause auf ihr
Handy umgestellt hat, damit sie stets erreichbar ist. Doch als sie gegen Abend
unbedingt ihre Kinder zu Hause anrufen wollte, wurde sie stets mit sich selber
verbunden - und da war stets besetzt!
Helden
für uns
Wirklich heilig - eine Serie
fürs forumKirche (31. Dezember 10)
Im 2011 werde ich fürs Pfarreiblatt der Bistumskantone
Schaffhausen und Thurgau 24 Artikel über unterschiedliche mir vorgegebene
Heilige schreiben. Ich kann mich so ein Jahr lang mit heiligen Menschen
auseinandersetzen und mich fragen, wie kann ihr Leben in meinem Leben fruchtbar
werden.
Hier geht es zum Einleitungsartikel. Den ersten
Artikel hatte ich zur Cäcilia zu schreiben. Dieser kann
hier eingesehen werden. Ich wünsche viel
Vergnügen!
Menschen
auf dem Weg zur Krippe
Emmenbrücke, kath. Kirche,
Krippe (24. Dezember 10)
Schaufensterpuppen stehen in der Kirche. Sie stelle
Menschen von heute auf dem Weg zur Krippe dar. Einer ist mit dem Velo unterwegs,
eine andere mit all ihrem Weihnachtsgepäck, einer sitzt andächtig im Werkanzug
auf einer Kirchenbank und betrachtet das Geschehen bei der Krippe. Viele Kinder
und Erwachsene stehen bei der Krippe und bringen ihre Gaben dar. Faszinierend!
Frohe Weihnachten auch für dich und mich!




Neue
Leitung im Kloster Wesemlin
Euses Quartier, Forum des
Quartiervereins Wesemlin/Dreilinden (24. Dezember 10)
Listig liegt das Wesemlinquartier: mitten in der Stadt
und trotzdem auf einem ruhigen Hügel. Zu Fuss sind es zwanzig Minuten zum
Bahnhof, mit dem Bus etwa fünf Minuten. Die Wohnqualität an diesem Ort wird
gefördert durch den Quartierverein. Und da will man natürlich wissen, wer der
neue Guardian vom Wesemlin ist!
Hier geht es zum Artikel der
Quartierzeitung und unter
www.wesemlin.ch auf die Homepage des
Quartiervereins.
Haben
sie sich geliebt?
Wenn sich Maria und Josef
umarmen (23. Dezember 10)
Die Krippenfiguren - mit Ausnahme des Jesuskindes -
stehen jeweils schon ein paar Tage vor Weihnachten in der Klosterkirche. Ist ja
klar, die Weihnachtsgeschichte hat ja eine Vorgeschichte. Nun bin ich aber nach
dem Gottesdienst fast die Chortreppe hinaufgestolpert. Da hält doch Josef seine
Maria in aller Öffentlichkeit - der Flötenspieler ist ja auch schon für Fest
bereit - um die Hüfte herum und Maria lehnt sich verliebt an ihren Mann.

Die Versuchung war nun gross, diese Szene der
Zuneigung und der Liebe auch noch etwas auszubauen. Doch habe ich mir die
Umarmung nur im inneren Kino vorgestellt. Den zärtlichen Kuss geben sie sich
abends, wenn keine ZuschauerInnen die Intimität stören.
Welche
Sicherung ist es nun?
Gewisse Dinge sucht man erst
dann, wenn sie nicht mehr funktionieren (21. Dezember 10)
Plötzlich war es dunkel in der Konradsstube, an dem
Ort da die Bedürftigen ihr Essen bekommen. Man sollte in einer solchen Situation
einen Sicherungskasten finden. Dann müsste man wissen, ob es überhaupt der
richtige Kasten ist. Zuletzt sollte man die kaputte Sicherung finden - oder die
Suche beginnt von Vorne.



Kardinäle sind keine Konkurrenten
Karl Borromäus ist ein
gestutzter Held (17. Dezember 10)
Bis vor Kurzem habe ich irrtümlicherweise gedacht,
dass es für einen Bischof nach Oben geht, wenn er Kardinal wird. Das stimmt
nicht und ist theologisch auch verständlich. Die Fülle des Priestertums hat ein
Bischof inne. Auch Laien können Kardinal werden. Und eben, der Papst ist ja
nichts Anderes als der Bischof von Rom und als Bischof Erster unter Gleichen.
1559, mit 21 Jahren wurde Borromäus Kardinal - sein
Onkel hatte eben den Papstthron bestiegen und nannte sich Pius IV. Später wurde
Karl Borromäus Priester (1562) und Bischof (1563). Im Gegensatz zu anderen
Bischöfen nahm Borromäus seine bischöfliche Aufgabe ernst und verbrachte seine
Zeit nicht an römischen Bällen, sondern bei der Seelsorge. Obwohl Bischof von
Mailand handelte er auch nördlich der Alpen - der dafür zuständige Bischof von
Konstanz genoss in Rom sein Leben. Karl Borromäus brachte unter Anderem die
Kapuziner und die Jesuiten in die Innerschweiz, um so zuerst einmal die
innerkatholische Erneuerung zu fördern, wie es das Konzil von Trient beschlossen
hat. Diese beiden Orden engagierten sich später auch in der Gegenreformation.
In Luzerns Jesuitenkirche und im Refektorium des
Kapuzinerklosters hat es Bilder von Karl Borromäus. Dieser ist darauf als
Kardinal dargestellt. Das hat System. Rom verbot es den Künstlern, Karl
Borromäus als Bischof darzustellen. Denn als Bischof wäre er ja ebenbürtig zum
Bischof von Rom. Opposition gegen diese Verordnung und die Übertretung von
machtpolitischen Verboten hat es zum Glück schon früher gegeben: In der
Sakristei der Jesuitenkirche gibt es eine Darstellung von Borromäus als
himmlischen Bischof - zwei Engel bringen ihm sogar je einen Bischofsstab. Ach
ja, und wer in der Jesuitenkirche genau hinschaut, der sieht einen Engel, der
dem Kardinal seine Bischofsmütze bringt! Unten ist das Bild von Karl Borromäus,
wie es im Refektorium des Kapuzinerklosters hängt. Es zweigt leider nicht den
politisch engagierten, sondern den in persönlicher Frömmigkeit versunkenen Karl
Borromäus.

Zwei
Adventsimpressionen
Stimmungen (12. Dezember 10)


Hilfe! -
Aber wer soll kommen?
Erfahrungen mit der
Reanimation (11. Dezember 10)
In den letzten Wochen musste ich mich des Öfteren mit
der Reanimation (= Wiederbelebung) auseinandersetzen. Einerseits habe ich dabei
erfahren, dass es sich dabei um ein Wiederbeleben handelt, dass im Zusammenhang
mit Herz-Kreislauf-Problemen steht - bei meinen bisherigen Erfahrungen mit
Menschen, die plötzlich vor mir am Boden lagen, waren es immer andere Probleme,
die die Menschen auf den Boden warfen.
Mit Emotionen wurde diskutiert, will ich reanimiert
werden, will ich nicht? Aufhorchen liess mich jedoch ein älterer Mitbruder, der
sich fragte, warum niemand von der Krankensalbung rede? Oder zumindest von einem
Seelsorger, der einem in einer solch schwierigen Situation beisteht. Diese
Aussage fand ich zuerst einmal witzig und eine echte Herausforderung. Nachdem
ich nun in den letzten Tagen einen alten Mann erlebt habe, der in der Krise nach
einem Priester gerufen hat, und nach diesem Sakrament der Stärkung glücklich im
Bett lag, stellt sich die Frage noch direkter. Ich verstehe die Krankensalbung
nicht magisch, weiss aber auch, wie wenig Erfolgsaussichten eine Reanimation
hat. Trotzdem, reanimiert möchte ich werden, ohne dabei das Sakrament der
Stärkung vermissen zu müssen.
Ps: Der Priester, der dem alten Mann die
Krankensalbung gegeben hat, ging das Chrisamöl sofort auswechseln. Es war
ranzig. Im Normalfall wird wohl eher nach der Reanimation, denn nach der
Krankensalbung gerufen?
Schnee
macht hell
Impressionen der
Klosterfassade (4. Dezember 10)


Gut, es ist nun nicht nur Winterzeit, sondern auch Adventszeit. Im
Wesemlinquartier gestaltet jede Familie ein Fenster und die Menschen gehen am
entsprechenden Tag an den Ort, der sein Törchen öffnet. Am 2. Dezember wurde das
Törchen im Kloster geöffnet.

Logischerweise wurde das Fenster am Abend
fotografiert. Am Nachmittag ist wenig zu sehen.
Bewegende Bilder für eine Welt
Ite 2010/5 ist publiziert (28. November 10)
Filme informieren über den Süden und können auch für
fremde Kulturen sensibilisieren. Seit den 70er-Jahren haben die Hilfswerke
gezielt Film für die Missionsarbeit fruchtbar gemacht. Einer der Pioniere für
die Missionsinformation war der Kapuziner Flavian Hasler. In den 80er-Jahren
wurde die Filmarbeit professionalisiert. 1988 wurde der heute etablierte
Kinoverleih trigon-film gegründet.
Um den Film nicht nur für die kirchliche Arbeit,
sondern auch für die Schulen zu erschliessen, wurde 1998 die Fachstelle „Filme
für eine Welt“ gegründet. Die
neue Ite-Ausgabe zeigt die Entwicklungen
der letzten vierzig Jahre auf und macht deutlich, was Fernsehen und Film heute
für die Information leisten. Aus aktuellem Anlass fehlt in einem
Kapuzinermagazin natürlich ein
Rückblick auf hundert Jahre Franziskus im Film
nicht!
Gratis-Probenummern bei: Missionsprokura der
Kapuziner, Postfach 1017, 4601 Olten. Telefon: 062 212 77 70. E-Mail:
abo@kapuziner.org
Da wurde
Josef nicht ganz vergessen
Manchmal schliesst die
Frömmigkeit Lücken (25. November 10)
Oft habe ich mich gefragt, was mit Josef passiert ist.
Plötzlich verschwindet der Mann aus der biblischen Geschichte und spielt keine
Rolle mehr. Direkt tröstlich war es nun, in Santiago di Compostela eine
Darstellung mit seinem Tod zu finden.

Im gleichen Franziskanerkloster fand ich
jedoch noch eine weitere denkwürdige und vielleicht auch ehrliche Darstellung.

Wer ist nun der Draufgängerischere und
der Kriegerischere von den beiden? Der Ritter oder der Franziskaner? Als
Kapuziner sage ich dazu lediglich: Zum Glück ist's ein Franziskaner!
Ich bin
nicht mehr verpflichtet, dieses Erbe zu tragen
Worte von Scheich Josef Ibram,
Imam der Genfer Moschee (15. November 10)
Es gibt Worte von Menschen, die mir
auffallen und Mut machen. Solche hat Scheich Josef Imam in der Radiosendung
Blickpunkt Religion vom 7. November gesprochen: "Die Ereignisse im Irak haben
gezeigt, dass der Mensch immer noch toll (frz. fou) ist. Das gewisse im Namen
der Religion Blut vergiessen an einem Ort, wo man zu Gott betet, an einem Ort
der Sammlung. Es ist heute wichtiger denn je, dass die Verantwortlichen der
Religionen über Grundsätze einig werden, um wenigstens das Leben und die Würde
des Andern zu respektieren, Grundsätze aufstellen für den Religionsfrieden. Denn
unsere Grosseltern haben uns ein schlechtes Erbe hinterlassen. Das Erbe der
Kreuzzüge, der Kriege, des Bekehrungseifers, der Missionierung. Und ich bin
nicht mehr verpflichtet, dieses Erbe zu tragen. Auf beiden Seiten sind Irrtümer
begangen worden. Ich glaube, dass man diese Geschichte verlassen muss und für
unsere Kinder eine bessere Zukunft vorzubereiten hat."
Hier geht es zur Sendung.
Vielleicht eine kleine Konkretisierung
von meiner Seite. Nein, verpflichtet bin ich nicht, dieses Erbe zu tragen, aber
daraus zu lernen, ist mir sehr wichtig! Denn als Christ und als Muslim bin ich
gewiss kein unbeschriebenes Blatt mehr. Die Tradition hat ihr prägendes Gewicht,
das manchmal zurückgewiesen und bekämpft werden muss. Sie hat mit meinem Glauben
zu tun.
Den
Herbst einfangen
Wenn sich nicht alles
fotografieren lässt (1. November 10)
Eigentlich bin ich wie ein Jäger schon
den ganzen Herbst auf der Lauer. Unbedingt hätte ich die Farben des Herbstes,
seine Stimmung festhalten wollten. Langsam zerknüllen sich nun die farbigen
Blätter und ich muss damit Leben, die Farbenpracht des Herbstes nicht
eingefangen zu haben. Ich habe zwar schon farbige Bäume fotografiert. Doch lässt
der Erfolg der Fotos zu wünschen übrig. Nun habe ich einen anderen Weg gesucht,
den Herbst vielleicht nicht in Bildern an sich, sondern in Symbolen
festzuhalten.


Kondome
statt Kapuzinerbildchen?
Wenn die Gerüchtenküche
brodelt (25. Oktober 10)
Vom 25. bis
zum 27. Oktober ist die Katholische Kirche Luzern mit dem Aids-Truck auf dem
Luzerner Bahnhofplatz präsent. Kirchliche MitarbeiterInnen informieren über Aids
in Afrika und in der Schweiz - und sie verteilen Kondome mit dem Slogan:
"Vergessen ist ansteckend. Schütze deinen Nächsten wie dich selbst." So steht
auf der Internetseite der Katholischen Kirche Luzern.
Im Vorfeld hatte mir ein Freund von
dieser Aktion geschwärmt. Auf der Postkarte sähe man die Kirchtürme der Luzerner
Pfarreien und darüber schweben Kondome. Aids sei ein weltweites Problem und
dagegen müsse man angehen. Wer Aids habe müsse seinen Nächsten, d.h. den
Sexualfreund, vor der Krankheit schützen, betonte er.
Die Medien haben das Thema aufgenommen -
zum Glück! Rechtskatholiken konnten sich profilieren und Treue sowie sexuelle
Enthalsamkeit einfordern. Mein Mitbruder Willi Anderau, der zum Glück den Mut
hat auch für heikle Angelgenheiten vor der Kamera gerade zu stehen, hat die
Aktion der Katholischen Kirche verteidigt: "Es ist Zeit, dass die Kirche solche
Aktionen macht" (Vgl.
Hier den 10vor10 Beitrag).
Das Geradestehen meines Mitbruders hat
Folgen. So bekam ich Post, die ankündigt, dass wir Kapuziner künftig keine
Spenden mehr erhalten werden. Und vor der Klosterkirche verkündete eine Frau
lautstark, dass die Kapuziner nun Kondome statt Heiligenbildchen verteilen
würden.
Bei der ganzen Diskussion kommen mir
Begegnungen in Tansania in den Sinn. Da haben mir Brüder erzählt, dass in
Ostafrika Priester und Ordensleute zu den Risikogruppen von Aids gehören und so
an der Ausbreitung der Krankheit beteiligt seien. Ob diese trotz kirchlicher
Sexuallehre nicht vielleicht besser auch Kondome verwenden würden bei ihren
sexuellen Kontakten? Eben: "Schütze deinen Nächsten wie dich selbst"!
Einen
Menschen wirklich erfassen
Nach dem Visionieren von
"Chiara e Francesco" (16. Oktober 10)
Filme arbeiten mit mir - ich arbeite mit
Filmen. Offen bleibt die Frage, welche Formulierung die richtigere ist. Ich habe
eher den Eindruck, die Erstere ist treffender. Filme können dabei bei mir oft
Ärger auslösen. Dies geschah mehrmals beim sehen des 2007 veröffentlichten
italienischen Fernsehfilms "Chiara e Francesco", welchen es (noch) nicht auf
Deutsch gibt.
Ich kann nicht einmal sagen, dass der
Film schlecht gemacht ist. Nein da waren auf den meisten Ebenen der Produktion
Profis am Werk, die ihr Handwerk verstehen. Franz von Assisi wird gar nicht so
schlecht ins Bild gebracht - was von der wunderschön dargestellten Klara leider
nicht zu sagen ist. Die Begegnung mit dem Sultan wird profiliert und
aktualisierend aufgenommen und dargestellt. Damit könnte man direkt arbeiten und
austauschen.
Doch was ärgert mich nun? Das Leben eines
Menschen, besser die Botschaft eines Menschen, lässt sich nicht mit einer
historisierenden Geschichte erzählen und weitergeben. Es braucht dazu wohl eher
Fiorettis, Gleichnisse oder Sinngeschichten. Das hat Jesus wohl begriffen, wenn
er seine Gottesnähe mit Gleichnissen ausgedrückt hat. Er erzählt nicht die
jüdische Heilsgeschichte von Anfang bis zur Gegenwart, sondern er erzählt
Sinngeschichten, Gleichnisse, die so etwas vom "Aba" offenbaren können.
Es gab Mitte des 20. Jahrhunderts
Regisseure, welche das Begriffen haben und deshalb nicht historisierend direkt
von und über Franziskus erzählt haben. Nein, sie versuchten in eigenen
Geschichten seinen Geist zu erfassen. Das fehlt mir heute und ich warte endlich
wieder einmal auf einen nahrhaften Franziskusfilm!
Der
Herbst weckt mir Leidenschaften
Ein Bild braucht nicht immer
Worte (6. Oktober 10)

aufrecht
und prophetisch
Missionstagung 2010 (25. September 10)
Ich liebe es, neue Zusammenhänge zu sehen
und Menschen wahrzunehmen, die engagiert diskutieren und produktiv austauschen.
Ideal ist es, wenn solches mit einem beruflichen Auftrag verbunden ist.
Hier ein Artikel wie ich ihn für die Kipa
geschrieben habe. Und zusätzlich noch ein paar Fotos.


Langsam
angekommen
Erste Eindrücke vom Wesemlin,
Luzern (21. September 10)
Am 9. September wurde ich von den Brüdern
des Kapuzinerklosters im Wesemlin in Luzern herzlich Willkommen geheissen. Es
brauchte nun etwas Zeit, um mich in der realen Welt so einzurichten, dass es mir
wohl ist. So langsam ist dieser Zustand erreicht und ich kann mich mit neuem
Elan wieder der virtuellen Welt widmen. So sieht es in meiner realen Welt in
etwa aus.


Zum Abschied brachte die Zürichsee
Zeitung einen Artikel. Dieser kann
hier heruntergeladen werden. Nun, der eine
Anker ist auf einem der Bilder zu finden. Für den zweiten hätte es eine andere
Perspektive benötigt.
Neuen
Wein in neue Schläuche
Der Ortswechsel ist nur der
Vorwand (9. September 10)
Seit Längerem hatte ich auf meiner
Homepage ein Gestaltungsproblem. Es gab eine Site mit dem Titel
"Fotogeschichten" und eine weitere Site mit dem Titel "Blog/Weblog". Auf der
Ersteren waren ursprünglich nur Bilder und auf der Zweiteren nur Text. Das war
zu Beginn stimmig, doch heute überzeugt das nicht mehr. Bild und Text auf der
Einen sowie Text und Bild auf der Anderen Seite begannen sich immer mehr zu
vermischen. Häufig wusste ich schon gar nicht mehr, wo ich eine Geschichte
unterbringen soll. Darum habe ich beschlossen, mit meinem Ortswechsel von
Rapperswil nach Luzern auch meine virtuelle Welt den neuen Bedürfnissen
anzupassen.
Hier geht es zu den alten
Fotos und Fotogeschichten und
hier zum Rapperswiler
Blog/Weblog.